Achtung Gräserpollenallergiker!

Grserpollen

 

Graspollen sind die weltweit wichtigsten Auslöser für eine Aeroallergie. Zusätzlich umfasst der saisonale Pollenflug der Graspollen häufig mehrere Monate im Jahr und lässt Gräserpollenallergiker unter Fliessschnupfen und Augenjucken, aber auch unter Abgeschlagenheit und Konzentrationsstörungen leiden. Nach Jahren einer unbehandelten Gräserpollenallergie kann sich daraus ein Asthma bronchiale entwickeln. Eine gräserpollenassoziierte Nahrungsmittelallergie ist dagegen im Vergleich zu den birkenpollenassoziierten Nahrungsmittelallergien eher selten und wird meistens durch sogenannte Panallergene (Profiline oder CCDs), die sich in vielen Pollen und pflanzlichen Nahrungsmittel befinden, vermittelt. So wird in Einzelfällen ein orales Allergiesyndrom auf Banane, Melone oder Mango aber auch auf Zucchini oder Tomate beschrieben.

In der Regel wird eine causale Therapie der Gräserpollenallergie von den meistens Betroffenen nicht rechtzeitig angegangen. So war in den früheren Jahren bei einsetzendem Pollenflug mit den entsprechenden allergischen Beschwerden der Start einer Desensibilisierungsbehandlung (Immuntherapie) nicht mehr möglich. Dies hat sich grundlegend geändert, denn nach den Leitlinien zur Indikation und Durchführung von Immuntherapien ist ein intrasaisonaler Beginn einer Hyposensibilisierung, speziell nur bei den Graspollen, erlaubt. Hierbei bestehen verschiedene Therapiemöglichkeiten: Zum einen steht eine Gräsertablette zur Verfügung, die das Erreichen der Höchstdosis sofort zulässt. Zum anderen kann auch eine Injektionstherapie bis unterhalb der Höchstdosis erfolgen, die in der Regel nach der Saison hochgezogen wird.

Auf Grund neuer Therapieschemata kann eine causale Therapie der Gräserpollenallergie ohne Zeitverzögerung sicher durchgeführt werden und verhindert langfristig den sogenannten Etagenwechsel   der Atemwegsallergie und das Entstehen von Neusensibilisierungen.

Und das Schönste: Sie können den Sommer wieder im Freien genießen!